Hunderte Fotos und ganz viel Klebeband - damit produzieren Claudia und Yves vom Animationsstudio Tiny Giant ihre Erklärvideos für unsere Taschen und Accessoires. Hier erklären sie dir, was es sonst noch dazu braucht.     

Unser Konzept ist ziemlich simpel. Jedes Design von FREITAG erzählt seine ganz eigene Geschichte. Unser Job ist es, dem künftigen Besitzer eine Vorstellung von der Grösse und Funktionalität des Produkts zu geben.

Früher steckte man dafür auch mal 24 Kästen Bier oder drei kräftige Männer in Lederhosen in einen Kofferraum – wie es Skoda in den 1990ern tat. Wir mögen es, solche Ideen aufzunehmen und auf die Spitze zu treiben. Zum Beispiel füllen wir FREITAG Taschen mit allen möglichen Dingen wie Popcorn, aufblasbaren Krokodilen oder Porzellanhündchen.

Die Stop-Motion Technik, die Hunderte von Einzelbildern zu einem scheinbar bewegten Bild zusammenfügt, ist perfekt dafür. Mit ihr können wir alles wie von Zauberhand herumschieben. Stop-Motion wirkt verspielt, bleibt aber im Gegensatz zur gezeichneten Animation realistisch, weil wir mit handfestem Material und echten Menschen arbeiten. 

HINTER DEN STOP-MOTION KULISSEN

Bevor wir mit dem Dreh beginnen, sehen wir uns das Produkt genau an. Wir brainstormen Ideen, zeichnen ein Storyboard, bauen Sets, sorgen für die optimale Belichtung und befestigen alles mit Klebeband und Draht am Tisch: die Lampen, die Tasche, einfach alles. Die grösste Herausforderung bei Stop-Motion ist nämlich, immer nur das zu bewegen, was sich im Video auch bewegen soll. Und alles andere muss genau da bleiben, wo es ist. (Das ist gar nicht so einfach, wenn Menschen auf Inlineskates, sehr lebendige Hunde oder ein schmelzendes Raketenglace die Hauptrolle spielen!)

Wir drehen meistens ein bis zwei Tage lang und fügen dann die Einzelbilder zu einem Video zusammen. Am Ende passen wir die Farben an und retuschieren in seltenen Fällen auch mal kleine Patzer wie vergessenes Werkzeug oder angebissene Sandwiches raus.

«Slightly fucked up? Das beschreibt so einige unserer Videodrehs.»

Wir drehen die How-to Movies in der F-abrik in Zürich – so wie hier am Set von F660 JIMMY. Und ja, in allen Videos müssen jeweils Mitarbeitende von FREITAG als Models herhalten. 

Some more F660 JIMMY

«Slightly fucked up» und «honest» sind zwei der Grundprinzipien von FREITAG. Und das beschreibt so einige unserer Videodrehs in den letzten acht Jahren. Gleichzeitig ist diese Arbeit aber auch extrem kreativ und witzig.

Je mehr How-to Movies wir drehen – bis jetzt waren es rund 160 – je mehr vermissen wir jeweils den speziellen Geruch frischgewaschener LKW-Planen, nachdem wir einen Dreh beendet haben und für ein paar Wochen ganz ohne FREITAG auskommen müssen.